Zu Wochenbeginn bleiben die Ölpreise gut unterstützt. Zwar fehlt vorerst die Dynamik, um die Freitagsgewinne weiter auszubauen, doch starke Kältewellen in Europa und Nordamerika sorgen weiterhin für stabile Preisimpulse. Zusätzlich belasten geopolitische Unsicherheiten das Marktumfeld.
Wie Priyanka Sachdeva von Phillip Nova erklärt, führen wetterbedingte Produktionsausfälle in den USA sowie politische Spannungen zu einer Neubewertung des bisher erwarteten Überangebots im Jahr 2026. In den USA sind laut JPMorgan derzeit rund 250’000 Barrel pro Tag nicht verfügbar, betroffen sind insbesondere Förderregionen in Oklahoma und Texas, die vom Wintersturm „Fern“ getroffen wurden.
Auch die Lage im Nahen Osten sorgt für Nervosität. US-Präsident Trump kündigte an, eine Flotte Richtung Iran zu entsenden, was Ängste vor möglichen Lieferunterbrechungen erneut aufleben liess. Ein iranischer Regierungsvertreter warnte, man werde jeden Angriff als „umfassenden Krieg“ werten. Obwohl ein militärischer Konflikt weiterhin als unwahrscheinlich gilt, erhöht sich die Risikoaversion am Markt.
Kurzfristig überlagern diese Entwicklungen die langfristigen Prognosen eines Überangebots. Auch ungelöste Konflikte wie der Ukraine-Krieg sorgen für zusätzliche Unsicherheit. Für den Wochenstart ergibt sich damit ein leicht bullisches Marktbild. In der Schweiz ist mit leicht steigenden Inlandspreisen gegenüber Freitag zu rechnen.
Börsendaten 26.01.2026 um 08:30 Uhr
ICE-Gasoil FEB: 683.00$
ICE-Brent MAR: 66.04$
NY-Rohöl WTI MAR: 61.25$
US-Dollar/CHF: 0.7788
Rheinfracht nach Basel: 48.00