Der Ölmarkt bleibt im Würgegriff des Iran-Konflikts – und eine echte Entspannung ist nicht in Sicht. Dreh- und Angelpunkt bleibt die Strasse von Hormus: Solange sie faktisch blockiert ist, bleibt ein erheblicher Teil der globalen Versorgung unter Druck. Die Folgen sind bereits spürbar – und das Risiko weiterer Ausfälle wächst.
Zusätzlich verschärft sich die Lage durch die US-Seeblockade. Damit geraten nicht nur bestehende Lieferströme ins Wanken, sondern auch alternative Routen. Sollte der Iran seine Drohungen wahr machen und auch Transporte über das Rote Meer ins Visier nehmen, droht selbst wichtigen Exportnationen die Luft auszugehen. Der Spielraum, Öl überhaupt noch zuverlässig auf den Weltmarkt zu bringen, wird immer enger.
Gleichzeitig ruhen die Hoffnungen auf neuen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Erste diplomatische Signale sind da, doch die Hürden bleiben hoch und die Fronten verhärtet. Eine nachhaltige Lösung ist nicht in Sicht – und genau das hält die Nervosität an den Märkten hoch.
Auch auf der Nachfrageseite entstehen neue Spannungsfelder: Sinkende Lagerbestände in den USA deuten zwar auf eine robuste Nachfrage hin, doch hohe Preise könnten ausgerechnet zur Hauptreisezeit im Sommer dämpfend wirken. Das Risiko: ein Markt, der gleichzeitig von Angebotsängsten und Nachfragesorgen geprägt ist.
Börsendaten 16.04.2026 um 08:52
ICE-Gasoil MAI: 1159.50$
ICE-Brent JUN: 95.00$
NY-Rohöl WTI MAI: 91.52$
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