Von Hormus bis Libyen – Versorgungsrisiken treiben die Preise

Von Hormus bis Libyen – Versorgungsrisiken treiben die Preise

Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt. Die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus hat zuletzt deutlich abgenommen. Iran und die USA stellen gegenseitig Bedingungen für weitere Verhandlungen, eine Annäherung ist derzeit kaum erkennbar. Damit bleibt eine der wichtigsten Transportrouten für Rohöl ein erheblicher Unsicherheitsfaktor. Gleichzeitig sorgen neue Angriffe der Huthi-Miliz auf saudische Ölanlagen für zusätzliche Nervosität. Auch die wichtige Route durch das Rote Meer bleibt damit gefährdet.

Weitere Risiken kommen aus Libyen, wo Drohnenangriffe eine Raffinerie beschädigt haben und neue politische Spannungen drohen. Zusammen mit dem weiterhin belastenden Ukraine-Krieg wächst damit die Sorge vor möglichen Ausfällen bei der weltweiten Ölversorgung. Die Börsen reagieren bereits mit höheren Preisen und einer steigenden Risikoprämie. Heute Morgen bewegen sich die Ölpreise weiterhin nahe den gestrigen Höchstständen. Für die Schweizer Inlandspreise zeichnet sich deshalb aktuell weiterer Aufwärtsdruck ab. Neue Impulse könnten die kommenden Marktberichte der grossen Energieorganisationen liefern.

Börsendaten 11.08.2026 um 08:38
ICE-Gasoil AUG: 1331.00$
ICE-Brent OKT: 88.88$
NY-Rohöl WTI SEP: 83.38$
US-Dollar/CHF: 0.8111
Rheinfracht nach Basel: 240.00