Unsichere Weltmärkte und tiefe Rheinpegel halten Preisdruck aufrecht

Die internationalen Ölmärkte bleiben weiterhin von geopolitischen Unsicherheiten geprägt. Zwar haben die USA und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe vorübergehend ausgesetzt, was zu einer leichten Entspannung an den Börsen geführt hat. Dennoch ist die Lage im Nahen Osten weiterhin fragil. Sowohl die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus als auch die Transporte im Roten Meer bleiben eingeschränkt, wodurch das Risiko von Versorgungsengpässen bestehen bleibt.

Unterbrechungen an wichtigen Exportterminals im Schwarzen Meer sowie Angriffe auf russische und saudische Ölinfrastruktur sorgen weiterhin für Unsicherheit. Entsprechend rechnen Marktbeobachter trotz der kurzfristigen Preisrückgänge mit einer insgesamt angespannten Versorgungslage.

 

Niedrige Wasserstände auf dem Rhein sorgen für höhere Transportkosten

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor ist die aktuelle Wetterlage in Mitteleuropa. Die Wasserstände des Rheins befinden sich bereits auf einem tiefen Niveau. Da für die kommenden Tage eine anhaltende Hitzeperiode ohne nennenswerte Niederschläge erwartet wird, ist nicht mit einer Entspannung zu rechnen.

Sinkende Pegelstände bedeuten, dass Tankschiffe deutlich weniger Ladung transportieren können. Dadurch steigen die Transportkosten auf dem Rhein spürbar an. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sich die Rheinfrachten in den kommenden Tagen nochmals verteuern werden, was sich auch auf die Inlandspreise für Heizöl und Diesel so wie auch Benzin auswirken kann.

Kurzfristig profitieren die Märkte zwar von der vorübergehenden Beruhigung im Nahen Osten. Die zahlreichen geopolitischen Risiken sowie die erwarteten steigenden Transportkosten aufgrund der niedrigen Rheinpegel sprechen jedoch weiterhin für ein erhöhtes Preisniveau. Ebenso eine womöglich Schliessung des Rheins voraussichtlich Ende Woche.

 

Wer in den nächsten Wochen einen Bedarf an Heizöl oder Diesel hat, sollte die Marktentwicklung aufmerksam verfolgen und eine frühzeitige Beschaffung in Betracht ziehen.