Die Ölpreise scheinen ihre Preisrally nach sechs Tagen heute beendet zu haben und geben ein gutes Stück nach. Auslöser waren Kommentare des US-Präsidenten Donald Trump zum Iran. Brent und WTI hatten am Mittwoch noch um mehr als ein Prozent zugelegt, gaben jedoch den Grossteil der Gewinne wieder ab, nachdem Trumps Äusserungen die Sorge vor einem US-Angriff auf den Iran verringerten.
Der US-Präsident erklärte gestern, ihm sei zugesichert worden, dass der Iran die Tötung von Demonstrierenden einstellen werde. Dies senkt die Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren militärischen Reaktion der USA und damit auch das Risiko von Unterbrechungen der iranischen Ölproduktion und einer Sperrung der wichtigen Strasse von Hormus.
Die Lage im Iran bleibt jedoch auch weiterhin angespannt. So schlossen die Behörden vorübergehend den Luftraum über Teheran, während die USA Teile ihres Personals in Katar und an anderen amerikanischen Militärstützpunkten in der Region verlegten.
Unter dem Strich stützen die Spannungen und Unsicherheiten rund um den Iran die Ölpreise weiterhin. Der prognostizierte starke Angebotsüberschuss auf dem Ölmarkt hält jedoch klar dagegen. Gleichzeitig bleibt das Risiko bestehen, dass die Preise bei einer geopolitischen Eskalation jederzeit wieder kräftig anziehen.
Orientierungshilfe für alle Unentschlossenen: Wer zeitnah Heizöl braucht, sichert sich mit einer Bestellung zu weiterhin kaufbaren Preisen ab. Wer dabei bewusst etwas Platz im Tank lässt, kann auf mögliche Rückgänge später im Jahr spekulieren und den Durchschnittspreis verbessern.
Börsendaten 15.01.2026 um 08:55 Uhr
ICE-Gasoil FEB: 640.25$
ICE-Brent MAR: 64.23$
NY-Rohöl WTI FEB: 59.90$
US-Dollar/CHF: 0.8010
Rheinfracht nach Basel: 39.50