Die Ölpreise sind am Dienstag gesunken. Der US-Rohölpreis (WTI) fiel auf 91,28 Dollar pro Fass – so tief wie seit Ende März nicht mehr. Auch die Nordseesorte Brent wurde günstiger und lag bei 94,79 Dollar, dem tiefsten Stand seit letzter Woche.
Ein wichtiger Grund dafür sind neue Hoffnungen auf Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Laut Medienberichten könnten die Verhandlungen schon in den nächsten Tagen wieder starten. Gleichzeitig erhöhen die USA den Druck auf den Iran weiter, unter anderem durch Einschränkungen im Seehandel und strengere Sanktionen auf iranisches Öl.
Besonders im Fokus steht die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Transportrouten für Öl weltweit. Dort ist die Lage angespannt, und es kommt immer wieder zu Blockaden. Die USA haben den Schiffsverkehr des Iran stark eingeschränkt, was die Situation zusätzlich verschärft.
Trotz möglicher diplomatischer Fortschritte bleibt die Unsicherheit am Markt hoch. Fachleute gehen davon aus, dass weiterhin Risiken für Lieferunterbrüche bestehen. Deshalb rechnen viele Marktteilnehmer nicht mit einer schnellen Rückkehr zu stabilen Verhältnissen.
Auch die Internationale Energieagentur (IEA) weist auf diese Unsicherheiten hin. Selbst in einem positiven Szenario erwartet sie für 2026 einen leichten Rückgang der weltweiten Ölnachfrage.
Heute wird zudem ein neuer Bericht zu den US-Ölreserven erwartet. Dieser könnte Hinweise auf die aktuelle Nachfrage geben. Allerdings stehen solche Daten derzeit weniger im Fokus, da geopolitische Entwicklungen den Markt stärker beeinflussen.
Am heutigen Morgen haben sich die Ölpreise nach anfänglichen Verlusten leicht erholt. Für die Schweiz bedeutet dies jedoch vorerst tiefere Inlandpreise im Vergleich zum Vortag.
Börsendaten 15.04.2026 um 08:52
ICE-Gasoil MAI: 1110.50$
ICE-Brent JUN: 94.24$
NY-Rohöl WTI MAI: 90.34$
US-Dollar/CHF: 0.7812
Rheinfracht nach Basel: 33.50