Die Ölpreise an den internationalen Terminbörsen ICE und NYMEX haben ihren Aufwärtstrend fortgesetzt und notieren weiterhin nahe den jüngsten Höchstständen. Nach einer kurzen technischen Korrektur am Morgen setzte sich die feste Tendenz durch. Das winterliche Wetter in den USA sorgt trotz des abgeklungenen Schneesturms weiterhin für Unsicherheit und stützt die Preise, da mögliche Auswirkungen auf Förderung, Logistik und Lagerbestände nicht ausgeschlossen sind.
Zusätzliche Unterstützung kommt von der Angebotsseite. In Kasachstan verläuft die Wiederaufnahme der Produktion im grossen Ölfeld Tengiz langsamer als erwartet, was den globalen Markt etwas verknappt. Gleichzeitig bleiben geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, ein stabilisierender Faktor für die Ölpreise. Der schwächere US-Dollar macht Rohöl für Käufer ausserhalb der USA günstiger und wirkt ebenfalls preisstützend.
Für Europa und die Schweiz ist neben dem Ölpreis auch die Geldpolitik relevant. Heute richtet sich der Blick auf die US-Notenbank. Deren Einschätzungen zur Zinsentwicklung und zur Konjunktur können den Dollar und damit indirekt auch die Energiepreise in Europa beeinflussen. Aus heutiger Sicht ergibt sich für den Schweizer Binnenmarkt weiterhin ein leichtes Aufwärtspotenzial bei den Preisen.
Rhein-Frachten und Versorgung Schweiz
Für die Schweiz bleiben die Rheinfrachten ein wichtiger Kostenfaktor. Aktuell gibt es hier keine Veränderungen. Die Nachfrage nach Transportkapazitäten war gestern – auch wetterbedingt – sehr schwach. Die Pegelstände des Rheins zeigen jedoch einen leichten Anstieg, was die Versorgungslage stabilisiert. Die Rheinfrachten werden in Euro pro Tonne ausgewiesen, während die Preise für Basel in CHF pro Tonne angegeben werden. Insgesamt bleibt die logistische Situation ruhig, ohne zusätzlichen Preisdruck aus dem Transportbereich.
Börsendaten 28.01.2026 um 08:51
ICE-Gasoil FEB: 687.25$
ICE-Brent MÄR: 67.47$
NY-Rohöl WTI MÄR: 62.42$
US-Dollar/CHF: 0.7657
Rheinfracht nach Basel: 48.50