Ölpreise treten auf der Stelle – Spannungen im Iran im Fokus

Nach dem vorerst ausgebliebenen US-Angriff auf den Iran legen die Ölpreise nach mehreren starken Tagen eine kurze Pause ein. An den Börsen ICE und NYMEX geben die Notierungen leicht nach. Belastend wirken vor allem höhere US-Lagerbestände sowie ein eher pessimistischer Monatsbericht der US-Energiebehörde EIA, die weiterhin von einem deutlichen Überangebot ausgeht.

Trotzdem bleibt die Lage im Iran das zentrale Thema am Markt. Die anhaltenden Unruhen und die Gefahr einer militärischen Eskalation sorgen für eine hohe Risikoprämie und verhindern bislang stärkere Preisrückgänge. Analysten gehen davon aus, dass vor allem geopolitische Unsicherheiten und weniger tatsächliche Produktionsausfälle die Preise stützen.

Weitere Impulse könnten heute von den offiziellen US-Lagerdaten sowie vom OPEC-Monatsbericht kommen. Insgesamt bleibt die Marktlage kurzfristig leicht bullish, auch wenn nach der jüngsten Rally eine Korrektur möglich ist.

Bei den Rheinfrachten zeigen sich weiterhin keine Veränderungen. Neuer Frachtraum wird nach wie vor nur zurückhaltend nachgefragt. Die Wasserstände des Rheins sind zuletzt leicht gefallen, für Ende der Woche werden aufgrund angekündigter Niederschläge jedoch wieder leicht steigende Pegel erwartet.

Auf dem Schweizer Binnenmarkt zeichnen sich erste kleine Preisrückgänge ab, nach dem kräftigen Anstieg vom Vortag bleiben die Preise jedoch insgesamt erhöht.

Börsendaten 14.01.2026 um 09:25
ICE-Gasoil FEB: 647.50$
ICE-Brent MÄR: 94.91$
NY-Rohöl WTI FEB: 60.62$
US-Dollar/CHF: 0.8015
Rheinfracht nach Basel: 38.00