Ölpreise suchen Richtung vor dem Wochenende

Ölpreise suchen Richtung vor dem Wochenende

Die Rohölpreise an ICE und NYMEX steuern auf die erste negative Wochenbilanz seit Dezember zu. Zwar prallten Brent und WTI am Morgen zunächst an stabilen Widerständen ab, dennoch bleibt der Markt unter Druck. Entscheidend dürften die für heute angesetzten Gespräche zwischen den USA und Iran in Maskat sein.

Ein enttäuschender Verlauf der Verhandlungen könnte die Preise vor dem Wochenende nochmals stützen. Die jüngste Annäherung zwischen Washington und Teheran gilt derzeit als Hauptgrund für die schwächere Wochenentwicklung.

Marktbeobachter stellen fest, dass aktuell ein Teil der geopolitischen Risikoprämie abgebaut wird und sich der Fokus wieder stärker auf die Fundamentaldaten mit ausreichenden Lagerbeständen richtet. Ein Scheitern der Gespräche könnte diese Prämie jedoch rasch wieder erhöhen.

Bei den Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA in Abu Dhabi wurde vor allem ein weiterer Gefangenenaustausch vereinbart. Grössere Fortschritte werden erst in den kommenden Wochen erwartet, sodass die Sanktionen gegen den russischen Ölsektor vorerst bestehen bleiben.

Auf der Nachfrageseite bleibt die Entwicklung in China während der Mond-Neujahrs-Ferien abzuwarten. Aramco rechnet für März insbesondere bei leichten Sorten weiterhin mit robuster Nachfrage in Asien und hat die Exportpreise leicht angehoben.

In der kommenden Woche veröffentlichen EIA, IEA und OPEC ihre Monatsberichte, die neue Impulse für die Preisentwicklung liefern könnten – insbesondere im Hinblick auf Nachfrage und Fördermengen. Kurzfristig bleibt der Fokus jedoch auf den US-Iran-Gesprächen.

Börsendaten 06.02.2026 um 08:15
ICE-Gasoil FEB: 700.75$
ICE-Brent MÄR: 68.41$
NY-Rohöl WTI MÄR: 64.17$
US-Dollar/CHF: 0. 7767
Rheinfracht nach Basel: 41.00