Ölpreise bleiben unberechenbar

Die geopolitischen Konflikte sorgen weiterhin für Unsicherheit an den Ölmärkten. Zwar führten die zuletzt veröffentlichten US-Ölbestände und technische Verkaufssignale zwischenzeitlich zu einem Rückgang bei den Ölpreisen. Ein stärkerer Preisrückgang blieb jedoch aus.

Vor allem die Situation rund um die Strasse von Hormus bleibt ein wichtiger Unsicherheitsfaktor. Meldungen über Angriffe auf Schiffe haben erneut die Sorge verstärkt, dass die Ölexporte aus der Golfregion beeinträchtigt werden könnten. Zwar passieren weiterhin Tanker die wichtige Wasserstrasse, eine weitere Eskalation zwischen den USA und Iran könnte die Versorgungslage jedoch deutlich verschärfen und die Ölpreise wieder nach oben treiben.

Gleichzeitig erhalten die Preise Gegenwind von der Nachfrageseite. Die jüngsten Prognosen von EIA, IEA und OPEC deuten für 2026 auf eine schwächere Ölnachfrage hin. Damit treffen derzeit zwei gegenläufige Kräfte aufeinander: Die geopolitischen Risiken geben dem Ölpreis Unterstützung, während die schwächeren Nachfrageaussichten einen stärkeren Preisanstieg bremsen.

Für den weiteren Verlauf bleibt daher vor allem die Entwicklung im Nahen Osten entscheidend. Sollte sich die Lage zwischen den USA und Iran weiter zuspitzen, könnte dies schnell wieder zu steigenden Preisen führen. Eine Entspannung hingegen würde den Blick der Marktteilnehmer stärker auf die schwächere Nachfrage und die weltweite Versorgungslage lenken.

Heute Morgen notieren die Ölpreise zwar leicht über den Tiefstständen des Vortages, aber weiterhin deutlich unter den Wochenhochs. Bei den rechnerischen Inlandspreisen zeichnet sich aktuell noch keine klare Richtung ab.

Börsendaten 14.08.2026 um 08:25
ICE-Gasoil Sep: 1241.25$
ICE-Brent Okt: 87.79$
NY-Rohöl WTI Sep: 82.01$
US-Dollar/CHF: 0.8138
Rheinfracht nach Basel: 240.00