Die Ölpreise haben am Donnerstag deutlich nachgegeben, nachdem Hoffnung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und Libanon kurzfristig für Entspannung sorgten. WTI fiel zweitweise unter die wichtige Marke von 95 Dollar, während auch Gasoil und Brent spürbar unter Druck gerieten. Zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugten Spekulationen über mögliche Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und Iran.
Doch die Entspannung könnte nur von kurzer Dauer sein: Die Hisbollah lehnt die vereinbarte Waffenruhe ab und bezeichnete dies als «Kapitulation». Damit bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten angespannt und der Risikoaufschlag am Ölmarkt bestehen. Unterstützend wirkten zudem Berichte über Explosion an einem omanischen Ölhafen, die die Verladung zweitweise stoppte.
Zum Wochenschluss stabilisieren sich die Ölfutures wieder oberhalb der Vortagestiefs. Im Fokus der Märkte stehen nun die heutigen US-Arbeitsmarktdaten sowie die OPEC+- Sitzung am Sonntag. Während kurzfristig weiteres Abwärtspotential möglich bleibt, dürfte die geopolitische Unsicherheit die Märkte vorerst weiter begleiten.