Ölmarkt unter Druck: Unsicherheit prägt die Preise

Zur Wochenmitte sind die Ölpreise leicht gefallen. Viele Marktteilnehmer warten auf neue Impulse, insbesondere auf den aktuellen Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) sowie auf die neuesten US-Ölbestandsdaten. Der IEA-Bericht gilt traditionell als eher preisdrückend, da meist ein hohes Angebot im Fokus steht.

Die US-Lagerdaten erscheinen diese Woche mit Verzögerung. Erwartet wird ein Anstieg der Rohölvorräte um rund 1,7 Millionen Barrel, was zusätzlichen Druck auf die Preise ausüben könnte. Kurzfristige Förderausfälle in Kasachstan verlieren hingegen an Bedeutung, da sie zeitlich begrenzt sind.

Im Mittelpunkt steht weiterhin der politische Streit um Grönland. Die Ankündigung möglicher US-Strafzölle gegen europäische Länder schürt Sorgen vor neuen Handelskonflikten. Diese könnten das Wirtschaftswachstum und damit auch die Energienachfrage dämpfen. Entsprechend bleibt die Nervosität an den Märkten hoch.

Auch mittelfristig überwiegt ein eher negatives Bild. Die IEA rechnet weiterhin mit einem deutlichen Überangebot, getrieben durch steigende Fördermengen, vor allem aus den USA. Dadurch dürften die Ölpreise noch längere Zeit unter Druck bleiben.

Insgesamt ist die Marktlage leicht bearish. Gleichzeitig sorgt die politische Unsicherheit für spürbare Schwankungen, die sich auch bei den Inlandspreisen zeigen, bisher jedoch ohne klare Richtung.

Börsendaten 21.01.2026 um 08:44
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