Die Ölpreise starten fester in die neue Handelswoche. Neue militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran sorgen für zusätzliche Unsicherheit. Brent für November notiert leicht über 90 US-Dollar je Barrel, während WTI wieder über 85 Dollar gestiegen ist.
Nach einem US-Angriff auf militärische Ziele auf der iranischen Insel Larak reagierte Teheran mit einem Vergeltungsschlag auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien. Für den Ölmarkt ist insbesondere eine mögliche Beschädigung der iranischen Ölinfrastruktur von Bedeutung. Sollten wichtige Anlagen und Häfen betroffen sein, könnte dies die iranischen Ölexporte auch nach einem Ende des Konflikts längerfristig beeinträchtigen.
Marktbeobachter rechnen derzeit eher mit einer begrenzten Konfrontation als mit einer dauerhaften Eskalation. Gleichzeitig verzögert jede neue Auseinandersetzung eine mögliche Normalisierung in der Strasse von Hormus. Solange dort keine klare Entspannung erkennbar ist, könnten sich die Ölpreise weiterhin im Bereich von 85 bis 95 US-Dollar je Barrel bewegen.
Zusätzlich erhöht Washington den wirtschaftlichen Druck auf Iran. Geplant sind offenbar weitere Sekundärsanktionen, zunächst vor allem gegen Banken, die Geschäfte mit dem Land tätigen.
Für den Schweizer Markt bleiben die Vorgaben zum Wochenstart eher preistreibend. Die höheren Rohölnotierungen sprechen aktuell für festere Inlandspreise. Entscheidend für die weitere Entwicklung bleiben die Lage im Nahen Osten sowie die Bewegungen an den Devisenmärkten.
Börsendaten 31.08.2026 um 08:40 Uhr
ICE-Gasoil SEP: 1311.50$
ICE-Brent NOV: 90.62$
NY-Rohöl WTI OKT: 85.56$
US-Dollar/CHF: 0.8089
Rheinfracht nach Basel: 125.00