Ölmarkt zwischen Waffenrufe und Versorgungsangst

Die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau, auch wenn die Futures heute etwas schwächer starten. Grund dafür ist die weiterhin angespannte Lage im Nahen Osten. Zwar haben Israel und Libanon einen neuen Versuch für eine Waffenruhe vereinbart, doch die Unsicherheit rund um die Strasse von Hormus und mögliche weitere Angriffe des Iran halten die Märkte nervös.
 
Zusätzliche Preisdruck liefern die stark gesunkenen US-Rohölbestände. Das US-Energieministerium meldete einen überraschend deutlich Lagerabbau von rund 8 Millionen Barrel, ein Zeichen dafür, dass der globale Ölmarkt weiterhin angespannt bleibt.   

Auch charttechnisch zeigt sich der Markt robust: Brent, WTI und Gasoil bewegen sich weiter im bullishen Bereich. Besonders die steigenden Gasoil-Preise deutet auf höhere Inlandspreise in den kommenden Tagen hin.  

Die Stimmung am Markt bleibt daher trotz kurzfristiger Entspannung fragil, geopolitische Risiken dominieren weiterhin des Geschehenen.