Nahost-Konflikt und Niedrigwasser: Ölpreise und Rheinfrachten legen deutlich zu

Nahost-Konflikt und Niedrigwasser: Ölpreise und Rheinfrachten legen deutlich zu

Die angespannte Lage im Nahen Osten sorgt zum Wochenstart erneut für steigende Ölpreise. Nach weiteren US-Luftangriffen auf iranische Ziele und den anschliessenden Vergeltungsschlägen des Iran rückt vor allem die Strasse von Hormus wieder in den Fokus. Der deutlich reduzierte Tankverkehr durch die wichtige Schifffahrtsroute verstärkt die Sorgen über mögliche Versorgungsengpässe und stützt die Notierungen von Rohöl und Gasoil.

 

Zusätzlichen Auftrieb erhält der Markt durch anhaltende Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur, die insbesondere Diesel und andere Ölprodukte verteuern. Entsprechend haben die wichtigsten Ölkontrakte ihre Hochs vom Freitag bereist überschritten, wodurch sich auch im Inland weiteres Aufwärtspotenzial bei den Heizöl- und Dieselpreisen abzeichnet.

Ein weiterer Kostentreiber sind die Rheinfrachten. Aufgrund der anhaltend niedrigen Pegelstände steigen die Transportkosten kontinuierlich an und dürften in Kürze die Marke von 100 HF pro Tonne überschreiten. Sollten die Wasserstände in den kommenden Tagen weiter sinken, ist mit einem weiteren Anstieg der Frachtraten zu rechnen, ein zusätzlicher Faktor, der die Inlandspreise weiter verteuern könnte. 

Börsendaten 13.07.2026 um 09:00
ICE-Gasoil AUG: 1046.50$
ICE-Brent SEP: 78.90$
NY-Rohöl WTI AUG: 74.14$
US-Dollar/CHF: 0.8093
Rheinfracht nach Basel: 98.00