Die Aussichten für die weltweite Ölnachfrage wurden für 2026 zwar nach unten korrigiert und nehmen damit etwas Druck aus dem Markt. Der entscheidende Punkt bleibt jedoch das knappe Angebot. Die eingeschränkten Transporte durch die Strasse von Hormus, Angriffe auf russische Ölanlagen sowie Sanktionen gegen Russland begrenzen weiterhin die verfügbaren Mengen. Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch neue Drohungen Russlands gegenüber europäischen Schiffen.
Besonders undurchsichtig bleibt die Lage in der Strasse von Hormus. Viele Schiffe schalten aus Sicherheitsgründen ihre Ortungssysteme ab, wodurch kaum zuverlässig eingeschätzt werden kann, wie viel Öl den Persischen Golf tatsächlich verlässt. Gleichzeitig stecken die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran fest und neue Angriffe auf Schiffe zeigen, dass sich die Sicherheitslage bislang nicht verbessert hat.
Entlastende Nachrichten wie die gestiegenen US-Ölbestände geraten deshalb weiterhin in den Hintergrund. Allerdings fehlen aktuell auch neue Impulse, die einen weiteren deutlichen Preissprung auslösen könnten. Nach den starken Bewegungen der vergangenen Tage scheint ein Teil der Risiken bereits in den Preisen berücksichtigt zu sein. Kurzfristig rechnen wir deshalb mit einem weiterhin schwankungsanfälligen, aber eher neutralen Markt.
Börsendaten 13.08.2026 um 08:50
ICE-Gasoil Sep: 1243.00$
ICE-Brent Okt: 88.63$
NY-Rohöl WTI Sep: 82.94$
US-Dollar/CHF: 0.8141
Rheinfracht nach Basel: 240.00