Keine Einigung im Streit um Strasse von Hormus

Der Ölmarkt wurde vor allem von der Unsicherheit über eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus geprägt. Zwar hatten Iran und Oman eine Vereinbarung über eine sichere Schifffahrtsroute angekündigt, doch die neuen Forderungen Teherans erschweren eine Einigung erheblich. Iran verlangt Transitgebühren und will Schiffen aus den USA und Israel die Durchfahrt verwehren, während die USA weiterhin auf einer freien und gebührenfreien Schifffahrt bestehen. Dadurch bleiben die Risiken für den internationalen Öltransport hoch. Zusätzliche militärische Zwischenfälle im Nahen Osten, darunter iranische Angriffe in der Meerenge sowie Huthi-Angriffe auf Schiffe und Ziele im Jemen, verstärken die geopolitischen Spannungen. Gleichzeitig sorgten ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und neue Sanktionen gegen Russland für weitere Aufwärtsimpulse bei den Ölpreisen. Saudi-Arabien setzte zwar seinen Preiskampf mit erneuten Preissenkungen für September fort, konnte den Preisanstieg jedoch nicht bremsen. Im Tagesverlauf zogen die Notierungen für Brent und WTI deutlich an und erreichten neue Tageshochs. Insgesamt überwogen die geopolitischen Risiken deutlich die preisbelastenden Faktoren. Entsprechend bleibt die fundamentale Markteinschätzung bullish und die Inlandspreise dürften auf hohem Niveau bleiben. Ergänzend konnte der US-Dollar leicht zulegen. Die Rheinfrachten verteuerten sich ebenfalls um 10 Franken und bewegen sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

 

Börsendaten 07.08.2026 um 08:48
ICE-Gasoil AUG: 1199.25$
ICE-Brent OKT: 83.61$
NY-Rohöl WTI SEP: 78.05$
US-Dollar/CHF: 0.8119
Rheinfracht nach Basel: 240.00