Geopolitische Risiken und steigende Frachten treiben Preise

Die Rohölpreise haben zuletzt deutlich zugelegt, ausgelöst durchzunehmende geopolitische Spannungen, insbesondere im Iran. Dort könnten anhaltende Proteste und ein mögliches militärisches Eingreifen der USA die Ölexporte des Landes gefährden. Auch die strategisch wichtige Meerenge von Hormus bleibt ein Risikofaktor. Analysten warnen, dass der Markt die Gefahr möglicher Störungen des Öltransits noch unterschätzt. Zusätzlich sorgen Streikaufrufe in der iranischen Ölindustrie für Unsicherheit über die Förderstabilität.

 

Parallel bereitet sich Venezuela auf erste Öllieferungen in die USA vor, nachdem Sanktionen gelockert wurden. Auch wenn diese Exporte potenziell preisdämpfend wirken könnten, bleibt die Gesamtlage angespannt. Neue Sanktionen gegen Russland sowie ein Drohnenangriff auf russische Ölanlagen im Kaspischen Meer verschärfen die Lage zusätzlich.

Neben geopolitischen Risiken machen sich aktuell auch logistische Faktoren zunehmend bemerkbar. Die Rheinfrachten sind deutlich gestiegen. Niedrige Pegelstände und kalte Temperaturen erschweren den Binnenschiffsverkehr, was die Transportkapazitäten reduziert und die Kosten je Tonne nach oben treibt. In Kombination mit der erhöhten Heizölnachfrage in den Wintermonaten verteuert dies die Versorgungslage im Inland spürbar.

 

Börsendaten 12.01.2026 um 09:00 Uhr
ICE-Gasoil JAN: 626.25$
ICE-Brent MAR: 63.21$
NY-Rohöl WTI FEB: 58.97$
US-Dollar/CHF: 0.7963
Rheinfracht nach Basel: 37.00