Die Ölpreise starten am Montag fester, gestützt durch geopolitische Entwicklungen. Im Fokus steht die anhaltende US-Seeblockade gegen Venezuela, die das Angebot an schwerem Rohöl einschränkt. Ersatzlieferungen aus Westafrika scheitern an qualitativen Unterschieden.
Venezolanisches Rohöl hat spezielle Eigenschaften und lässt sich nicht einfach substituieren. Zwar gibt es überschüssige Mengen in Westafrika, doch deren Qualität reicht nicht aus, um den Ausfall zu kompensieren.
Im Ukraine-Konflikt gibt es keine Fortschritte. Angriffe auf russische Exportinfrastruktur könnten Lieferausfälle für China verursachen, die durch andere Quellen gedeckt werden müssten – ein potenzieller Preistreiber.
Analysten wie June Goh (Sparta Commodities) sehen den Ölpreis trotz schwacher Fundamentaldaten kurzfristig gestützt. Laut Tony Sycmore (IG) hat ein jüngster Fehlausbruch nach unten das Risiko klar in Richtung steigender Preise verschoben.
Robert Rennie (Westpac) bleibt für den Jahresausklang vorsichtig optimistisch. Für 2026 rechnet er jedoch mit sinkenden Preisen infolge struktureller Überversorgung.
Börsendaten 22.12.2025 um 09:25 Uhr
ICE-Gasoil JAN: 615.00$
ICE-Brent FEB: 61.04$
NY-Rohöl WTI JAN: 57.08$
US-Dollar/CHF: 0.7948
Rheinfracht nach Basel: 24.00