Gasoil schwächer, Rheinfrachten deutlich tiefer
ICE Gasoil gibt deutlich nach: Der September-Kontrakt, schloss am Montag bei 1.254,25 USD/t, rund 57,50 USD/t tiefer als am Vortag. Die angekündigten US-Massnahmen gegen den Iran sorgten bislang für keinen nachhaltigen Risikoaufschlag. Der Markt wertet die Sanktionen zunächst eher als Warnsignal, während konkrete Auswirkungen auf den iranischen Ölexport noch ausstehen.
Für die Schweizer Preisbildung bleibt neben Gasoil insbesondere die Entwicklung der Rheinfrachten relevant. Diese haben sich inzwischen auf rund 150 CHF/t entspannt. Bemerkenswert ist, dass trotz der zuvor deutlich höheren Frachtniveaus in der Kalkulation weiterhin mit 120 CHF/t gerechnet wurde. Die aktuelle Fracht liegt damit zwar über dem kalkulierten Niveau, stellt gegenüber den zwischenzeitlich deutlich höheren Raten aber eine spürbare Entlastung dar.
Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage der wichtigste Unsicherheitsfaktor: Eine Eskalation zwischen den USA und Iran oder Störungen des Schiffsverkehrs rund um die Strasse von Hormus könnten jederzeit wieder einen deutlichen Risikoaufschlag auslösen.
Börsendaten 25.08.2026 um 09:04
ICE-Gasoil SEP: 1248.50$
ICE-Brent OKT: 91.38$
NY-Rohöl WTI OKT: 84.27$
US-Dollar/CHF: 0.8038
Rheinfracht nach Basel: 150.00